Böse Körper

Böse Körper

2011, 5 TänzerInnen

Über das Stück

Im Tanz hingegen scheint es so zu sein, dass man seinen Körper ungern einem anderen leiht. Man ist immer tatsächlich dieser Körper oder wie der Philosoph Alain Badiou sagt: “Den tanzenden Körper umgibt keine Rolle, er stellt das reine Auftauchen figurativ dar… Der tanzende Körper drückt keinerlei Innerlichkeit aus, er selbst ist die Innerlichkeit, die ganz an der Oberfläche, als sichtbar zurückgehaltene Intensität erscheint.” Dieser Unterschied trennt, so Winkler, in der Aufführungspraxis ungeachtet aller Mischformen beide Genres zumindest ihrem Wesen nach.

BÖSE KÖRPER besteht aus zwei unterschiedlichen Phasen: erstens ein Gruppenstück für fünf Performer mit ihrer Recherche und Untersuchung der Ver-Körperung des “Bösen” – anhand von Figuren der Zeitgeschichte, verglichen mit deren Darstellung durch Schauspieler. Zweitens – zu sehen im Juni im Ballhaus Ost – eine Solo-Performance, die diskutiert, welche Rahmen und Modelle sich überhaupt für eine Performance eignen. Gibt es grundsätzliche Probleme einer Spielbarkeit? Was schafft die Reduktion auf den körperlichen Ausdruck?

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credits

Konzept & Regie: Christoph Winkler | Von und mit: Ligia Manuela Lewis, Pablo Esbert Lilienfeld, Claire Lissaman, Anna Pehrsson, Gill Viandier | Dramaturgieassistenz: Zohar Frank | Bühnenbild: Mathias Nebel | Kostüme: Lisa Kentner | Licht: André Schulz | Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro | Fotos: frischefotos | Graphikdesign: Heiko Marquardt_frischefotos | Kamera: Walter Bickmann Tanzforum Berlin

Eine Produktion von Christoph Winkler und Sophiensæle. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Mit freundlicher Unterstützung von DOCK 11 und Uferstudios Berlin.

Termine

Pressauszüge