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Foto aus der Produktion The Voice That You Are
©MirkoWinkel

Installative Performance

2019

Große Stimmen, große Emotionen und oft ein tragisches Ende – damit wird Oper gerne in Verbindung gebracht. Doch sie kann so viel mehr sein! Die Performance The Voice That You Are ist eine Auseinandersetzung mit der Stimme: die dramatische Stimme des Musiktheaters steht in Beziehung zur Vielfalt Dortmunds und den Stimmen seiner BürgerInnen.

Über das Stück

Das Projekt ist eine performative Auseinandersetzung mit dem Begriff der Stimme. Dabei wird die dramatische Stimme des Musiktheaters in Beziehung zu den Stimmen der Bürger*innen von Dortmund gestellt. Als Übersetzer fungiert dabei der tanzende bzw. performative Körper. Zu Beginn des Projektes trafen zahlreiche Dortmunder*innen auf Sänger*nnen des Ensembles und tauschten sich über Erfahrungen, Zweifel und Erwartungen an die Oper aus. Ausgangspunkt dieses Dialoges war die einfache Frage: „Worüber sollen wir singen?“

Von dieser Frage ausgehend sind dann zahlreiche Interviews entstanden die oft in einen realen Dialog zwischen Bürger*innen und Sänger*innen übergingen.

Nach den Interviews haben die Sänger*innen dann Gesangsstücke ausgewählt die sie als mögliche Antworten auf die gestellten Fragen ansehen. Dabei ist sehr verschiedenes Material zusammengekommen. All diese Stücke wurden dann im Studio eingesungen. Diese musikalische Antworten bilden die zweite Säule des Projektes.

Die musikalischen Antworten werden mit live gesungenem Material zu einer Oper aus Stimmen zusammengesetzt. Der Komponist Tian Rotteveel arbeitet dazu mit dynamischen, musikalischen Systemen, also teilweise über AI gesteuerte Klänge die mit live Gesang kombiniert werden können. Die Stimmen der Sänger*innen werden zunächst ent-körpert und digital neu zusammengesetzt.

Der so entstehende Klangraum eröffnet dann für die Tänzer*innen einen Aktionsraum in dem sie die Vorschläge und Wünsche der Bürger*innen spielerisch wieder ver-körpern. Es entstehen Chimären, flüchtige Wesen und mögliche Formen die mit dem Interviewmaterial kombiniert werden.

So entsteht ein Raum voller Möglichkeiten, akustischer und körperlicher in dem die Tänzer*innen permanent den angestoßenen Dialog übersetzen.

Trailer

Credits

Konzept/Choreografie: Christoph Winkler | Komposition: Tian Rotteveel | Videoinstallation: Mirko Winkel, Houssie Shirin | Kostümbild: Raki Fernandez | Mit: Dénise Beck, Sunnyboy Dlada (Gesang), Sophie Prins, Lisa Rykena, Ahmed Soura (Tanz) | Produktionsleitung: Laura Biagioni | Technische Leitung: Claes Schwennen |

Gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes

Termine