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Foto aus der Produktion Urban Soul Café
©Gerhard Ludwig

2016, Solo

Kann man eine Haka-Version der „Goldberg Variationen“ tanzen? Und was passiert wenn die Vorliebe für Taylor Swift auf Yvonne Rainers „No-Manifest“ trifft? Antworten darauf gibt es im Urban Soul Café.

Bilder

Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'
Foto aus der Produktion 'Urban Soul Café'

Über das Stück

Im Alter von 18 Jahren nimmt der neuseeländische Hip Hop-Tänzer Aloalii Tapu an Royston Maldoons Sacre-Projekt teil und der Wunsch, eine Tanzausbildung zu beginnen, steht daraufhin fest. Während seiner Ausbildung sieht er Café Müller von Pina Bausch und entscheidet sich für den zeitgenössischen Tanz. Als junger Mann polynesischer Abstammung ruft das bei seinen Freunden Verwunderung hervor: “You are dancing like a white guy” ist ihr Kommentar, wenn sie sich wieder mal in ihrem Lieblingslokal, dem urban soul café in Auckland treffen. Mittlerweile hat er sein Tanzstudium abgeschlossen und versucht, seinen eigenen künstlerischen Weg zu finden.

 

Das Stück nimmt deshalb seinen Anfang bei Pina Bauschs Café Müller und verwandelt dieses aber zunehmend in einem Ort wo sich Reales und Fiktives vermischen, dem Urban Soul Café. Dieser Ort wird zu einer Bühne, auf welcher der Tänzer Aloalii Tapu seine eigene coming-of-age Geschichte erzählt. Er setzt sich mit den Arbeiten der für ihn wichtigen und inspirierenden Figuren der Tanzgeschichte, wie Pina Bausch, Yvonne Rainer oder Steve Paxton, auseinander und befragt diese aus einer außereuropäischen, nicht-weißen Perspektive. Das geschieht ohne Scheu seinen eigenen (pop)kulturellen Hintergrund mit einzubringen. So stehen Taylor Swift, Justin Bieber gleichberechtigt neben Pina Bausch oder Steve Paxton und natürlich wird auch über Rugby gesprochen. Denn letztendlich ähnelt der Blick in den Olymp der Tanzkunst dem Blick in die Karte eines Cafés: es verwirrt mit seinem riesigen Angebot. Doch während im Café immer jemand da ist um zu beraten "ask stuff for more variety" muss man als junger Tänzer seine eigene Auswahl treffen.

 

Aloalii Tapu gewann als Darsteller / Tanz mit dieser Produktion den Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ 2016. Damit ging der renommierte Preis bereits zum zweiten Mal an eine freie Produktion von Christoph Winkler.

Trailer

Christoph Winkler - Urban Soul Café | Trailer (UT Deutsch) from Christoph Winkler on Vimeo.

Credits

Konzept: Christoph Winkler | Von und mit: Aloalii Tapu | Technik: Florian Guist | Ausstattung: Lena Mody & Valentina Primavera | Produktionsdramaturgie: ehrliche arbeit – freies Kulturbüro | Photo: Marelie van den Berg

Eine Produktion von Christoph Winkler und ehrliche arbeit – freies Kulturbüro in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

Presseauszüge

(…) und mehr und mehr verwandelt sich der Tänzer in einen Krieger, der den Haka mit furchteinflößenden Grimassen tanzt, bis die Luft mit Adrenalin gesättigt ist. neues deutschland, März 2016

 

Der Gesichtsausdruck wechselt zwischen lässiger Verführungskraft und ergreifender Besessenheit: ein toller innerer Groove, im Rhythmus von Taylor Swift und Justin Bieber. (...) Die einstündige Pop-Performance enthüllt die Persönlichkeit eines Tänzers, an den man sich sicher erinnern wird. Cccdanse.com (Paris), April 2016

 

 

Termine