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Foto aus der Produktion Eine Geschichte

2009

Wird eine Information verweigert, liegt nahe, dass sie entweder nicht bekannt ist oder ein guter Grund besteht, sie nicht mitzuteilen. Genauso verhält es sich mit unserer Realität: Entweder sie spielt keine Rolle oder wir akzeptieren, dass wir zum gegebenen Zeitpunkt nicht alles wissen können. Wir operieren dann mit einer vorläufigen Version der Realität, mit der Wahrscheinlichkeit.

Über das Stück

Jedes Bild, das wir benutzen, ist also gleichzeitig echt und wahrscheinlich echt, kann es doch immer nur Zeuge eines beschränkten Blickwinkels sein. Mit der Massenproduktion von Bildern kommt es demnach nicht nur zu einer Potenzierung des Realen, sondern vor allen Dingen zur Belastung mit den Beschränkungen ihrer Herstellung. Sie müssten alle mitbedacht werden, um das Reale zu begreifen. Da das aber niemand leisten kann, ist das Reale nur dann wirksam, wenn man nicht darüber nachdenkt.

 

"Eine Geschichte" beschäftigt sich mit genau diesem Paradox. In Form einer performativen Bilderzählung wird gefragt, wie sich Foto und Text zueinander verhalten und worauf man zu achten hat, wenn man nicht genau weiß, ob das nächste Bild das letzte sein wird.

Christoph Winkler - Eine Geschichte - 2009 from Christoph Winkler on Vimeo.

Credits

Von: Jörg Schiebe, Mirko Winkel und Christoph Winkler 
Produktion: ehrliche arbeit - freies Kulturbüro 


Eine Produktion von Christoph Winkler in Kooperation mit dem Ballhaus Ost. Gefördert aus Mitteln der Kulturverwaltung des Landes Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von Eliashof. 

Presseauszüge

... die Art und Weise, wie Winkler und seine beiden Performer die Wort- und die Bildebene subtil aneinander vorbei deuten lassen, wie sie jede der beiden Ebenen Informationen anbieten lassen, die von der jeweils anderen weder bestätigt noch entkräftet werden können, lässt beim Zuschauer schnell den schwer fassbaren, doch immer stärker werdenden Verdacht aufkommen, dass sich hinter dieser oberflächlich harmlosen Erzählung noch eine andere, gar nicht harmlose Geschichte verbirgt. Das erzeugt eine enorme Spannung, die auch das überraschend ereignislose, sehr gelungene Ende nicht in sich zusammenfallen lässt." - Kultiversum 

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